Peters Kölsch im Glas mit 0,33 Liter Bügelsteinie

Adventskalender 2 – Peters Kölsch

In der heutigen Flasche des Bieradventskalenders befand sich eine Flasche Peters Kölsch. Das nenne ich mal einen krassen Kontrast zum gestrigen Winterfestbier. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist Kölsch ja alles andere als aromatisch. Aber das soll der Sache ja keinen Abbruch tun.

Peters Kölsch im Glas mit 0,33 Liter BügelsteinieWas habe ich also vor mir? Einen 0,33 Liter Steinie mit Bügelverschluss aus dem Hause Peters mit einem Alkoholgehalt von 4,8% vol. Auf dem Etikett ist wohl ein historisches Brauhaus abgebildet, der Spruch “In der Tradition von Peters & Bambeck” soll wohl auf eine lange Geschichte des Bieres hinweisen. Diese hat es auch, wenn auch eine sehr wechselhafte.

Im Glas (leider habe ich keine Stange, daher muss ich es aus der Tulpe trinken) erwartet mich ein goldgelbes Bier mit etwas feinem Schaum, der sich aber schnell wieder verabschiedet. Etwas anderes hatte ich eigentlich auch nicht erwartet. Das Kölsch scheint wenig Kohlensäure zu haben. Es riecht sehr wenig, lediglich ein leichter Hopfengeruch ist für mich erkennbar. Fast schon neutral. Auch im Geschmack finde ich es zu zurückhaltend. Es ist wenig gehopft, im Antrunk fast geschmacklos, hat einen schmalen, aber klaren Körper und kommt lediglich im Abgang mit einer bitteren, herben Note daher. In Relation zum Körper ist die Bitternote aber zu dominant, und mangels weiterer Aromen leider auch zu einsam. Es macht sich schnell Langeweile breit. Durch den schmalen Körper und die erkennbare Säure ist es leicht erfrischend und recht süffig. Wohl eher ein Bier für die warmen Monate.

Laut Wikipedia werden jährlich lediglich 20.000 Hektoliter gebraut (die Quelle ist allerdings nicht mehr verfügbar). Die Originalbraustätte ist jedoch 2004 nach dem Verkauf an Brau und Brunnen geschlossen worden. Seitdem wird Peters Kölsch von der Gilden Kölsch Brauerei gebraut. Zum Einsatz kommen dabei nicht nur Gerstenmalz und Hopfen, sondern ach Hopfenextrakt und Weizenmalz.

Alles in allem ein süffiges Kölsch, das bestimmt mehr Aroma hat als die meisten anderen Biere aus der Stadt am Rhein, aber trotzdem etwas schwach auf der Brust daherkommt.

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