Adventskalender 8 – Riedenburger Emmer Bier

Heute erwartete mich ein gut gekühltes, bekanntes Bier, welches ich gelegentlich gern trinke: Das Riedenburger historische Emmer Bier, gebraut aus Malz von Emmer, Dinkel, Gerste und Weizen. Emmer ist eine Urform des Weizens, die bis ins Mittelalter angebaut wurde, jedoch weniger Ertrag bringt, und daher lange Zeit in der kommerziellen und später industriellen Landwirtschaft an Bedeutung verlor. Heutzutage gibt es wieder einige Bauern, die Emmer anbauen. Vor allem, um die vielfältigen und kräftigen Aromen des Emmer zu nutzen. Und gerade im Bio-Landbau ist Emmer wegen seiner Robustheit gefragt, da hier keine Pestizide eingesetzt werden. Riedenburger-typisch, handelt es sich wieder um ein Bio-Bier. Aus 12,8% Stammwürze wird es zu einem Bier mit 5,1% vol. Alkohol vergoren.

Riedenburger Emmer BierUnd so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Bier in sattem Braun aus der Flasche läuft, welche mit einem Etikett im Mittelalterlichen Stil aus der Reihe fällt.. Ungefiltert ist es auch, und auf der Flasche wird extra darauf hingewiesen, doch bitte den Bodensatz aufzuschütteln. Die Krone ist ebenfalls leicht bräunlich, besteht aus feinem Schaum, aber vergeht leider sehr schnell wieder. Dafür gibt die dann den Weg frei für die kräftigen Aromen. Primär sind Hopfen und starke Malzaromen erkennbar. Sekundär gehen die malzigen Aromen zurück, der Hopfen hält etwas länger, nach einiger Zeit ist dann ein Geruch nach Sauerteig erkennbar.

Im Geschmack verhält es sich ähnlich zum Geruch. Im Antrunk ist es sauer und frisch, trotz der spärlichen Kohlensäure kommt es nicht schwer daher. Der Körper ist kräftig malzig und leicht bitter, aber nicht sehr breit. Stark gehopft ist das Bier nicht, trägt aber im Körper trotzdem nicht zu stark auf. Statt dessen schmeckt es rund und ausgewogen. Rollt man es, kommt es schnell sehr malzig-süß. Im Nachgang wird es kurz etwas hopfiger, um dann kräftigen Röstaromen Platz zu machen. Es breitet sich leichter Brotgeschmack aus nach Roggenvollkornbrot aus Sauerteig, mit schöner schwarzer, gerösteter Kruste.

Das Bier hinterlässt einen vollwertigen Eindruck. Flüssiges Brot eben. Allerdings ist es trotz des vollwertigen Charakters noch immer recht süffig. Nach einem deftigen Essen würde ich es allerdings nicht mehr trinken wollen.

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