Adventskalender 16 – Maisel & Friends Pale Ale

Weiter geht’s mit dem Adventskalender. Langsam, aber sicher, nähere ich mich dem Ende, auch wenn die 24 schon verköstigt wurde. Aber immerhin bin ich nun im letzten Drittel. Und dort erwartet mich endlich ein IPA. Bisher habe ich erst eines getrunken, war davon aber sehr begeistert. Daher habe ich mich über die heutige 0,33l Longneck-Flasche Pale Ale aus dem Bayreuther Hause Maisel & Friends besonders gefreut. Dort wird aus Wasser, Gerstenmalz, amerikanische Alehefe und den fünf Hopfensorten Herkules, Chinook, Amarillo, Simcoe, Citra ein Pale Ale gebraut, was es in sich hat. Aus 12,3 Grad Plato werden mit obergäriger Hefe 5,2 Volumenprozent Alkohol gebraut. Durch das “Eimerweise” Stopfen des Bieres kommt das Pale Ale auf 35 IBUs.

Goldgelb und naturtrüb läuft es ins Glas, bildet eine schöne feine Krone, der sich aber eher schnell wieder verzieht und den Weg freigibt für die intensiven Geruchsaromen. Die Nase wird von süßer Mango oder Papaya und zitronigem Hopfen umschmeichelt, der Citra-Hopfen läst also ein wenig die Muskeln spielen. Bereits hier bekommt man richtig Lust auf das Pale Ale.

Aber auch der GeMaisel & Friends Pale Aleschmack weiß zu überzeugen. Der passende Einsatz von Kohlensäure zusammen mit der dünnen Textur und einer leichten Säure zeigen das Bier im Antrunk sehr rezent. Allerdings ist hier schon das süße Mangoaroma erkennbar, welches sanft in den Körper herüberträgt. Dort verbindet es sich dann mit dem Limonenaroma und bildet eine schöne Grundlage für den recht breiten Körper. Und hier muss ich mir eine Formulierung der Brauer ausleihen: Der Körper verfügt über ein Brett an Hopfenaromen. Aber hier ist es der Genuss nicht vorbei. Im Abgang geht der bittere Limonen-Mangogeschmack langsam in einem Meer aus Hopfenaromen unter, das immer wieder heranwogt und verschiedene Aromen erneut einzeln präsentiert. Ab und an taucht auch nochmal etwas Limonenaroma auf. Wunderbar, wie sich der Hopfen ölig auf die Zunge legt.

Ich bin restlos begeistert von diesem Pale Ale. Eine Geschmacksexplosion, wie ich sie bisher noch in keinem Bier gefunden habe. Liebe Leute rund um Braumeister Chris Sullivan, macht weiter so! Ich freue mich schon auf eure übrigen Kreationen, hoffe aber, dass ihr irgendwann nochmal einen anderen Pale Ale-Hammer einbraut, gerne auch mit noch ein paar IBUs mehr.

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