Adventskalender 20 – Duckstein Original

Der zweite Tag im neuen Jahr und ich habe noch vier Flaschen des Bieradventskalenders vor mir. Die heutige ist eine schöne Reliefflasche aus der Hamburger Brauerei Duckstein, befüllt mit dem rotblonden Original, einem obergärigen Altbier mit 4,9 Volumenprozent Alkohol. Früher wurde Duckstein in Königslutter gebraut und war im Mittelalter ein sehr bekanntes und verbreitetes Bier. Der Namen leitet sich aus einem Gestein ab, dem Kalktuff, der aus dem Gebierge Elm ausgespült wurde und sich am Fluss, dessen Wasser zum Brauen des Bieres verwendet wurde, ablagerte. Nach einigen “Umzügen” der Marke ist sie nun im Carlsberg-Konzern angesiedelt. Wikipedia weiß noch mehr zu berichten.

Duckstein OriginalDas Duckstein hat eine rötlichbraune Farbe und ist klar. Es hat relativ wenig Kohlensäure und bildet auch nur wenig bräunlichen, eher feinen Schaum, der aber schnell wieder vergeht. Im Geruch erkennt man etwas Malz, aber die Zitrus-Aromen des Hopfen sind hier ganz klar im Vordergrund. Auch im Geschmack bleibt das Duckstein Original eher zurückhaltend. Im Antrunk ist es durch viel Säure recht frisch und kann damit auch den sparsamen Einsatz der Kohlensäure ausgleichen. Der Körper ist eher schmal und wenig malzig. Hier schmeckt man den Hopfen bereits gut heraus, der sich aber noch mit einer gewissen Würzigkeit und einigen Karamellnoten umgibt. Im Abgang kann der Hopfen dann die Muskeln spielen lassen, eine schöne Bittere ist noch einige Zeit schmeckbar.

Das hochwertig gestaltete Etikett weißt das Bier als auf Buchenholz gereift aus. Im Klartext heißt dies, dass dem Bier Buchenholzchips zugefügt werden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das Buchenholz für die Würzigkeit und/oder die Karamellnoten verantwortlich ist oder ob dies doch eher dem Malz zugeschrieben werden muss. Es kann sich hier also auch nur um einen Marketing-Gag handeln, um den Bier den beabsichtigten Anstrich der Oberklasse zu verleihen. Ich finde das Bier durchaus lecker und für ein Altbier auch eher sanftmütig, aber Oberklassigkeit kann ich nicht erkennen. Aber manchmal kann man das Marketing-Geschwätz ja auch einfach ignorieren und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das ist durchaus genießbar.

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