Adventskalender 21 – Bayreuther Aktien Zwick’l Kellerbier

Langsam, aber sicher nähere auch ich mich dem Ende des Adventskalenders. Und ich muss sagen, dass mir der Inhalt, bis auf einige Ausnahmen, sehr gut gefallen hat. Trotzdem hoffe ich, dass die letzten drei Flaschen das Niveau noch etwas heben können. Beim heutigen Bayreuther Aktien Zwick’l Kellerbier von der Bayreuther Bierbrauerei AG habe ich irgendwie das Gefühl, dass es durchaus nach oben gehen kann. Schließlich kommt es aus Franken, die Region, die für ihre vielen und guten Brauereien bekannt ist. Mal sehen, was sich in der 0,5l Bügelflasche verbirgt, die mit einem im Mittelalter-Look gestalteten Etikett versehen ist.

Bayreuther Aktien Zwick'l KellerbierIns Glas strömt eine bernsteinfarbene Flüssigkeit mit dem Hang zu rot, die eine gute Krone aus feinem und mittelgroben Schaum bildet. Dieser ist nicht sehr stabil, sodass sehr schnell der Weg frei ist für die Duftaromen. Hier fällt zu allererst, noch bevor man wirklich am Glas riecht, ein unterschwelliges Bananenaroma auf. Beim gezielter Erschnuppern ist davon aber nicht mehr viel zu spüren. Zwar hat das Bier fruchtige Noten, aber sekundär ist ein süßer, schwerer Malzduft viel prägnanter. Auch ist eine leichte Karamellnote erkennbar.

Der erste Schluck ist allerdings etwas enttäuschend. Das Zwickel ist wenig sauer und hat fast keine Kohlensäure. Der Antrunk fällt daher nicht sehr rezent aus, stattdessen ist bereits hier eine süße Note präsent. Glücklicherweise wird diese Süße im Körper nicht stärker. Dieser ist malzig und recht schmal, aber sehr ausgewogen. Die Malzsüße wird hier von Kräuteraromen begleitet. Dieser herbale Eindruck leitet dann auch zu einem immer bittereren Abgang über, der mir sehr gut gefällt. Das Hopfenaroma läuft hier in einer feinen, grasigen Note aus.

Mit seinen 5,3% vol. Alkohol zählt das Bier zu den stärkeren Kellerbieren. Durch seine wahrscheinlich ungespundete Gärung, die in Franken ja sehr verbreitet sein soll, hat das Bier sehr wenig Kohlensäure und kommt recht flach daher. Im ersten Moment noch überraschend, kann man zusammenfassend sagen, dass es dem Bier nicht negativ auszulegen ist. Ein leckeres Erzeugnis aus dem wunderlichen Freistaat. Sollte man mal probiert haben.

Submit a comment