Glossner Bräu Neumarkter Hefe-Weiss’

Über die Zeit haben sich doch einige Notizen von Verkostungen angesammelt, die ich leider nicht mehr im Kopf habe. Daher muss ich mich in solchen Fällen voll und ganz auf die Notizen verlassen. Das Schreiben von Berichten allein basierend auf Notizen hindert mich allerdings, viele der Eindrücke, die man während des Genusses eines Bieres hat, in Worte zu fassen. Oft hadere ich über längere Zeit mit verschiedenen Beschreibungen. Ist ein Aroma nun grasig, krautig oder würzig? Ein Profi würde mich wahrscheinlich auslachen. Aber ich bin halt kein Profi. Daher muss ich immer wieder nach Namen für die Eindrücke auf meiner Zunge suchen. Und wenn ich diese Eindrücke eben nicht mehr habe, sondern nur noch ein paar eilig hingekritzelte Notizen, bleibt leider vieles auf der Strecke.

Glossner Bräu Neumarkter Hefe-Weiss'So wird es nun auch beim Glossner Bräu Neumarkter Hefe-Weiss’ sein. Getrunken habe ich es schon vor einigen Monaten, aber eben nicht ausführlich beschrieben. Trotzdem möchte ich dies nachholen und dabei so viel wie möglich aus meine Notizen herausholen.

Das Weizenbier ist bernsteinfarben und naturtrüb. Es entwickelt feinen, weißen Schaum, der sich allerdings nicht lange hält. Auch hat es wenig Kohlensäure. Der Geruch ist weizentypisch nach Hefe und leichte nach Banane.
Im Antrunk ist es zwar etwas sauer, aber durch die wenige Kohlensäure wenig prickelnd. Auch der Körper ist nicht so vollmundig und cremig, wie man es bei einem Weizen erwartet. Stattdessen gleitet das Neumarkter Weißbier schon in’s wässrige ab. Auch im Nachgang bleibt das Bier unspektakulär.

Wer den Hefegeschmack bei Weizenbieren nicht so sehr mag, wird mit diesem Vertreter der Gattung sicherlich glücklich. Wer aber gern mal ein Bier mit etwas Geschmack trinkt, sollte sich nach etwas anderem umschauen.

Was sagen die Anderen:

Submit a comment