Kloster Scheyern – Kloster-Gold Hell

Das Kloster-Gold Hell wird von der Klosterbier-Vertriebs GmbH unter der Marke Kloster Scheyern vertrieben. Gebraut wird es hingegen von der Tucher Brauerei. Mit der Klosterbrauerei aus dem Kloster Scheyern scheint es bis auf die klösterliche Aufsicht beim Brauen wenig zu tun zu haben. Und was sich unter der klösterlichen Aufsicht verbirgt, ist auch nicht klar. Eine seltsames Konstrukt, welches mir nicht ganz einleuchten mag. Die Etiketten sind in mittelalterlicher Art gestaltet, und sollen so wohl ein traditionell-klösterliches Image erzeugen. Allerdings wenig überzeugend, wie ich finde. Auch mit den lateinischen Inschriften kann ich mich nicht anfreunden. Aber der Inhalt ist mir eigentlich wichtiger, auch wenn ein gute oder schlechte Verpackungsgestaltung durchaus ihr Übriges dazu tun kann.

Kloster Scheyern - Kloster-Gold HellDas Helle aus Scheyern wird in der 0,5l Euroflasche ausgeliefert und bringt aus 12,5% Stammwürze 5,4% vol. auf die “Waage”. Es rinnt goldgelb und klar ins Glas, bildet dabei feinen, weißen Schaum aus, der sich einige Zeit auf dem Bier hält. Es riecht hopfig-fruchtig. Leider weckt es bereits direkt nach dem Einschenken den Eindruck, es set schal, auch wenn es anfänglich noch munter im Glas vor sich hin sprudelt.

Der Antrunk fällt auch etwas ernüchternd aus. Das Bier ist fast nicht sauer, auch ist nur wenig Kohlensäure enthalten, sodass sich kein erfrischender Eindruck einstellt. Hier hat sich also der erste Eindruck leider bestätigt. Der Körper fällt wieder standesgemäß schmal aus. Eine gut ausgeprägte Bitterhopfennote ist erkennbar, aber auch eine sehr leichte Würze ist vorhanden. Für meinen Geschmack allerdings zu wenig Aroma. Im Abgang bleibt eine schöne Bitternote, die noch einige Zeit anhält, leider auch hier wieder ohne Aroma. Doch das leicht trockene Mundgefühl hätte ich von einem Bier dieser Sorte und vor allem nach dem wässrigen Körper nicht mehr erwartet.

Was bleibt also festzuhalten: Das Kloster-Gold Hell ist ein aus meiner Sicht nicht ganz gelungener Vertreter einer Biergattung, die nicht durch Aroma oder Würze besticht. Wenig Karbonisierung, wenig Säure, wenig Würze, wenig rezent, einzig die ausgeprägte Hopfennote verbucht Pluspunkte.

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