Chiemgauer Brauhaus – Chiemseer Hell

Das Chiemseer Hell hatte sich ganz unten im Korb mit den noch zu probierenden Bieren versteckt. Da sich das Wetter aber wieder Richtung Sommer entwickelt hatte, habe ich den Korb umgegraben, um zu schauen, ob sich nicht noch was erfrischendes findet. Und dabei bin ich auf zwei Helle aus Bayern gestoßen. Eines davon ist eben das Chiemseer Hell vom Chiemgauer Brauhaus, welches mir eine Erfrischung am Abend bieten sollte. Laut ratebeer.com wird es zwar in Rosenheim, wo sich das Chiemgauer Brauhaus befindet, gebraut, allerdings von Auerbräu. Das Etikett ist traditionell bayrisch mit einer altbackenen Öllandschaft im Hintergrund gestaltet. Diese etwas unmoderne Art der Gestaltung scheint ein Merkmal von bayrischen Hellen zu sein. Auch das zweite Helle aus dem Korb, das Kloster-Gold Hell, hat eine seltsam anmutende Etikettgestaltung.

Chiemgauer Brauhaus - Chiemseer HellDas Chiemseer Hell ist ein untergäriges Lager, das mit 11° Plato in die Gärung geschickt wurde und diese mit 4,8% vol. Alkohol wieder verlassen hat. Im Brauprozess kommt neben Hopfen auch Hopfenextrakt zum Einsatz. Es wird in der 0,5l Euroflasche geliefert.

Irgendwie kommt mir das Wort typisch immer wieder in den Kopf, wenn ich das Aussehen eines Bieres beschrieben will. Denn meistens ist es tatsächlich goldgelb, klar und mit feinem weißen Schaum. Auch wenn das nicht typisch für Bier im Allgemeinen ist, so ist es doch typisch für Bier in Deutschland. Und das Chiemseer Hell macht hier keine Ausnahme.

Geschmacklich kann es durchaus überzeugen, auch wenn der Bierstil nicht zu meinen Favoriten zählt. Aber mit einer angenehmen Säure ist das Helle trotz spärlicher Verperlung recht frisch. Der schmale Körper zeigt eine leicht kräuterige Würze, sonst sind leider keine Aromen erkennbar. Der Abgang ist eher hopfenbetont.

Fazit: Das Chiemseer Hell ist ein geschmacklich nicht ganz so langweiliger Vertreter des Hellen, der sich mit seiner Frische sehr gut für sommerliche Einsätze empfiehlt.

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