Adventskalender 2 – Thornbridge Jaipur

Der zweite Tag, die zweite Flasche. Dieses Jahr scheint sich der Adventskalender eindeutig abseits des Mainstream zu bewegen. Denn heute ist kein Krombacher oder König Pilsener im Kalender, sondern ein Thornbridge Jaipur. Dieses IPA von der britischen Insel wird von der mit 10 Jahren recht jungen Thornbridge Brewery hergestellt. Und die hat es in sich. Seit 2005 haben die Biere mehr als 350 Preise gewonnen, darunter auch eine Silbermedaille des Great British Beer Festivals in der Kategorie Strong Ales. Dabei ist es mit 5,9% Alkohol gar nicht übermäßig strong. Allerdings wird es in der 0,5l Longneck-Flasche geliefert, sodass es auf 3 UK-Units kommt.

Das Etikett ist mit Innovation, Passion und Knowledge überschrieben. Und ich kann jetzt schon verraten, dass das in diesem Fall kein leeres Marketinggeschwätz ist. Denn zumindest die Passion schmeckt man deutlich heraus. Und die Innovationskraft erkennt man an den aktuell 14 Biersorten, die die Brauerei im Angebot hat. Was es allerdings mit dem Namen sowie der Statue auf dem Etikett auf sich hat, konnte ich nicht herausfinden.

Thornbridge JaipurIm Glas zeigt sich ein sprudeliges Pale Ale, also ein eher bleiches gelb. Es bildet überdurchschnittlich viel weißen, mittelgroben Schaum aus, der recht stabil ist. De Geruch ist angenehm fruchtig mit erkennbarer Citrusnote. Aber auch andere Fruchtnoten sind erkennbar, jedoch fehlen mir Assoziationen dafür. Auf jeden Fall sind es süße Früchte, vielleicht Mango.

Der Antrunk ist sehr erfrischend. Das Jaipur hat eine angenehme, präsente Säure, die kombiniert mit der Kohlensäure und den fruchtigen Noten sommerlich leicht und frisch daherkommt. Der Körper ist fehlt fast vollständig, dafür kommt im Nachgang eine schöne, wohl dosierte Bittere durch. Diese hält lang an und hinterlässt Eindrücke von fruchtigen und kräuterigen Aromen, ohne jedoch aufdringlich zu werden.

Nach dem Genuss der Flasche ist mir durchaus klar, warum dieses Bier einige Preise eingefahren hat. Da die Brauerei ja scheinbar auch mit ihren anderen Bieren einiges richtig zu machen scheint, muss ich mir das unbedingt mal genauer anschauen. Klare Empfehlung daher, dieses leckere, dezente und erfrischende IPA mal selbst zu probieren. Da braucht man gar nicht noch mehr schreiben…

Was schreiben die Anderen:
Nix. Sollten sie aber!

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