Adventskalender 19 – Crew Republic 7:45 Escalation

Das 19. Bier im Adventskalender ist erneut von der Münchener Brauerei CREW AleWerkstatt, die ihre Biere unter dem Namen Crew Republic vertreibt. Vor einiger Zeit hatte ich ja schon das Drunken Sailor beschrieben, dieses Mal handelt es sich um ein Double IPA, das auf den etwas sperrigen Namen 7:45 Escalation hört. Auch hier befindet sich auf dem Rückenetikett die Erklärung zum Namen: Das Bier ist all denen gewidmet, die um 7:45 als letzter Rest aus der Kneipe gefegt werden sollen, aber überhaupt noch keine Lust haben, die Heimreise anzutreten und statt dessen lieber weiter feiern wollen. Allein, aber wen kümmert’s. Mir persönlich ist niemand bekannt, auf den diese Beschreibung zutrifft, aber das kann auch am ländlichen Umfeld liegen.

Crew Republic - 7:45 EscalationNun zum Bier. Das 7:45 Escalation wurde, wie heute fast alle Biere, in eine 0,33l Longneck-Flasche abgefüllt. Der Kronkorken trägt das Logo des Bieres, in unserem Fall also einen Blitz. Dieser findet sich auch auf dem Halsetikett der Flasche wieder. Insgesamt folgt die Flasche dem Corporate Design von Crew Republic.

Im Glas ist es orange-braun mit viel getönten Schaum, der sich etwas hält. Die überdurchschnittliche Verperlung ist bei schlechter Beleuchtung nicht sehr gut zu erkennen, da das Bier sehr trüb ist. Bereits jetzt lässt sich eine trockene Bittere vermuten, denn das Bier riecht stark danach. Bei den angegebenen 83 IBU allerdings auch keine Überraschung. Auch eine ganz dezente Alkoholnote ist erkennbar, was mich etwas erstaunt. Ich hatte bei 8,3% Alkohol hier doch etwas mehr erwartet.

Sehr schön gefällt mir, dass sich die Alkoholnote nicht im Geschmack wiederfindet. Nicht so schön hingegen gefällt mir der Antrunk. Zwar ist eine gute Portion Säure vorhanden, allerdings kommt nur sehr wenig Verperlung durch, sodass das Bier nicht sehr frisch wirkt. Das gleiche hatte ich ja auch schon beim Drunken Sailor beobachtet. Vielleicht gehört das zum Stil von Crew Republic. Sehr schön dagegen finde ich, dass sich der Hopfen schon im Antrunk mit einer schönen Bittere bemerkbar macht. Die zieht sich durch den schmalen, wässrigen Körper durch, um dann in einer lang anhaltenden, erwarteten, trockenen Bittere zu enden. Dafür, dass ich Simcoe und Amarillo eigentlich gar nicht so mag, bin ich doch sehr begeistert. Die beiden Hopfen mit ihren für mich recht gewöhnungsbedürftigen Aromen sind hier zusammen mit Columbus und Chinook zu einer sehr ansprechenden Kombination verwoben, die ich sehr gelungen finde.

Fazit: Trotz gefürchteter Hopfensorten und viel Alkohol haben die Münchener hier ein leckeres Double IPA gezaubert. Einzig der etwas wässrige Körper dämpft mein Urteil, wenn auch nur geringfügig.

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Adventskalender 8 – Crew Republic Drunken Sailor

Nach einer kurzen Pause und mit etwas Rückstand habe ich gestern eine neue Flasche aus dem Bieradventskalender geöffnet. Wenig überraschend war es wieder ein IPA :) Dieses mal das Drunken Sailor von der Münchener Brauerei Crew Republik. Zumindest der Name ist wahrscheinlich den meisten schon mal untergekommen, denn das erst 2011 gegründete Unternehmen hat schon einige Preise eingefahren, unter anderem 2015 den European Beer Star in Bronze für das Drunken Sailor.

Crew Republic - Drunken SailorDas Drunken Sailor kommt in einer 0,33l Longneck-Flasche. Das Etikett ist stilsicher mit nautischen Elementen gestaltet. Auf der Rückseite befindet sich ähnlich zum Dolden Sud eine kleine Geschichte über das Drunken Sailor. Außerdem sind die Inhaltsstoffe klar deklariert. So kommen Pilsener, Münchner und Karamellmalz zum Einsatz. Auch mit Hopfen wurde nicht gegeizt. Neben den üblichen Verdächtigen Citra und Cascade wurden auch Simcoe und Herkules verwendet. Das lässt auf eine Fülle an Aromen hoffen.

In’s Glas rinnt eine bernsteinfarbene, trübe Flüssigkeit mit mittlerer Verperlung. Es gibt etwas getönten, mittelgroben Schaum, der nicht lange hält. Auch mit Geruchsnoten hält sich das Bier aus München zurück. Ich erkenne leichte Zitrusnoten und auch ein Eindruck von Mango, insgesamt also erwartet fruchtig, wenn auch eher dezent.

Der Antrunk ist leicht rezent. Eine angenehme Säure gleicht hier die etwas flache Verperlung aus. Die Textur ist eher wässrig. Bei der Anzahl verschiedener Hopfen hatte ich es etwas öliger erwartet. Allerdings passt die Textur gut zum schmalen Körper. Dieser ist bis auf eine leichte Kräuternote nicht wahrnehmbar. Leider bleibt auch der Hopfen geschmacklich sehr im Hintergrund. Im Nachgang ist zwar eine deutlich trockene Bittere zu spüren, von den fruchtigen Aromen bleibt jedoch zu wenig übrig. Auch fällt die Bittere für meinen persönlichen Eindruck nicht so stark aus wie es die angegebenen 58 IBU vermitteln.

Wie lässt sich das Drunken Sailor also beschreiben? Eigentlich ein leckeres IPA, das dezent mit den Aromen spielt. Die 6,4 % Alkohol sind geschmacklich nicht relevant, dafür könnte der Hopfen relevanter sein. Nichtsdestotrotz ein lecker leichtes Bier.

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