Windhoek Premium Draught

Nicht nur das Tafel Lager hat den weiten Sprung von Namibia bis nach Deutschland hinter sich, sondern auch eine Dose Windhoek Premium Draught ist bis zu meinen Biervoräten vorgedrungen. Neben dem Tafel Lager ist das Windhoek wohl eines der am meisten verbreiteten Biere in Namibia und stammt ebenfalls von der Namibia Breweries in Windhoek. Wie es sich für eine Brauerei in einer ehemaligen deutschen Kolonie gehört, ist es auch wieder

Brewed by choice according to the Reinheitsgebot standards of 1516

Die 440 ml Dose ist angelehnt an das Schwesterbier gold-schwarz. Das Brauereiwappen toppt den verzierten Schriftzug. Ansonsten ist die Dose recht unauffällig. Was lässt sich über den Inhalt sagen: Leider nicht viel. Das Bier ist goldgelb mit einer leichten Blässe. Der wenige, feine, weiße Schaum hält nur sehr kurz. Dafür sprudelt es recht stark in der klaren Flüssigkeit. Aromatisch lässt sich leider nicht viel erkennen. Neben dem Bitterhopfen ist eine ganz leichte würzige Note erkennbar.

Windhoek DraughtGeschmacklich setzt sich die Unaufgeregheit des Windhoek Draught fort. Der Antrunk fällt wegen der angenehmen Säure und der eher überdurchschnittlichen Verperlung eher frisch aus. Allerdings lässt der Körper dann alles vermissen, was man so von einem Bier erwarten kann. Mit wässriger Textur und ohne jegliche Süße ist die leicht würzige Note auch geschmacklich kaum auffindbar. Dafür geht es dann schnell in den sehr gemäßigt bitteren Abgang über. Wie schon gesagt: Alles sehr unaufgeregt. Anders lässt sich das Bier nicht beschreiben.

Betrachtet man es jedoch vor dem Hintergrund, dass es sich um ein Lager aus einer afrikanischen Brauerei handelt, es also eher auf das subropische Klima an der Atlantikküste abgestimmt ist, kann man ihm gar nicht vorwerfen, eher leicht und erfrischend zu sein. Denn das Bier eignet sich mit seinem 4% Alkohol prima als Durstlöscher an heißen Tagen, z.B. nach der typisch deutschen Samstagsbeschäftigung, dem Rasenmähen. Verschwitzt eine Dose Windhoek aufmachen und sich vom kühlen Bier erfrischen lassen… So öder ähnlich stelle ich mir den Use Case für dieses leichte Lager vor.

Was schreiben die Anderen: Wieder nix!

Und Danke für den Fisch.

Tafel – Lager

Heute gibt es mal wieder etwas Besonderes, da nicht Alltägliches. Meine nette Bekannte (die mit der Wiekse) hat mir liebenswerter Weise wieder ein Mitbringsel aus dem Urlaub zukommen lassen. Da sie aus Gründen in Namibia war, hat so eine Dose Tafel Lager den Weg zu mir gefunden. Tafel Bier wird von der Namibia Breweries Ltd. in Windhoek gebraut. Interessanter Weise prangt mehrfach der Hinweis auf der Dose, dass das Bier Pure Reinheitsgebot Beer sei. Ob das an der deutschen Kolonialvergangenheit liegt oder ob es tatsächlich Brauereien außerhalb Deutschlands gibt, die sich diese Beschränkung freiwillig auferlegen, kann ich nicht sagen. Nichtsdestotrotz freue ich mich immer wie ein kleine Kind über Biere, die man nicht an jeder Ecke oder in jedem Onlineshop kaufen kann. Daher frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk.

Tafel LagerDie 440ml Dose ist in Gold- und Rottönen gestaltet. Der Nacken ist mit dem Spruch “Namibia’s Finest” verziert. Da bin ich ja mal gespannt, ob das nur Marketinggeschwafel ist. Also ab in’s Glas. Das Tafel Lager ist von goldgelber Farbe mit mittlerer Verperlung. Es bildet viel feinen, weißen Schaum, der sich einige Zeit hält. Es riecht angenehm hopfig mit einer grasigen Note.

Im Antrunk ist es recht rezent mit angenehmer Säure. Die Kohlensäure macht sich im Mundgefühl nicht mehr so stark bemerkbar, finde ich für ein Lager aber auch gar nicht so schlimm. Die Textur ist eher wässrig, was zum schmalen, dezenten Körper mit einer feinen würzigen Note passt. Der Körper mündet recht schnell in einem langen Abgang mit angenehmer, nicht übertriebener Bittere.

Die Dose verspricht “Superior Taste”. Ganz so royal würde ich den Geschmack jetzt nicht beschreiben, aber für ein Lager finde ich es sehr schmackhaft. Vielleicht würde ein etwas spritzigeres Mundgefühl dem Bier noch besser stehen, aber da sind wir schon wieder bei den persönlichen Vorlieben. Alles in allem also ein leckeres Bier, dass man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn sich einem die Gelegenheit bietet, einer Dose habhaft zu werden. Was allerdings nicht so einfach der Fall sein sollte, wenn man nicht jemanden kennt, der nach Namibia fährt. Vielen Dank daher an meine Kollegin für das schöne Mitbringsel.

Was schreiben die Anderen: Nix!

Augustiner Bräu Lagerbier Hell

Die älteste Brauerei Münchens, gegründet 1328. Auch heute wieder ein Bier, dem man mit etwas Respekt entgegentritt. Dabei sieht die 0,5l Euro-Flasche recht unspektakulär aus, das Etikett wirkt fast schon etwas billig. Aber beim Bier geht es ja doch eher um den Inhalt als um die Verpackung.

Augustiner Bräu Lagerbier HellGoldgelb und klar rinnt das Augustiner Bräu Lagerbier Hell ins Glas. Es bildet sich viel weißer, feiner Schaum, der auch fast direkt wieder verschwunden ist. Ein kleines Strohfeuer. Immerhin passt die Farbe. Was man vom Geruch allerdings nicht behaupten kann. Das helle Vollbier riecht zwar nach Hopfen, hat allerdings auch einen metallischen Geruch. Und es riecht irgendwie schal. Tödlich für ein Bier.

Auch im Geschmack kann das Lager nichts reißen. Im Antrunk kommt es zwar etwas sauer und auch rezent daher, aber da es nicht wirklich Kohlensäure enthält, verzieht sich der Eindruck genauso schnell wie es der Schaum getan hat. Im Körper ist es wenig würzig, und auch hier ist es damit schon wieder vorbei. Im Nachgang wird es ein bisschen bitter, um sich dann in einem wässrigen Eindruck zu verlieren.

Was soll ich sagen. Ein helles Lager mit 5,2%, langweilig vom Etikett bis zum letzten Schluck. Oder anders ausgedrückt, ein süffiges Leichtes für nebenbei. Es liegt halt doch alles im Auge des Betrachters.