Tafel – Lager

Heute gibt es mal wieder etwas Besonderes, da nicht Alltägliches. Meine nette Bekannte (die mit der Wiekse) hat mir liebenswerter Weise wieder ein Mitbringsel aus dem Urlaub zukommen lassen. Da sie aus Gründen in Namibia war, hat so eine Dose Tafel Lager den Weg zu mir gefunden. Tafel Bier wird von der Namibia Breweries Ltd. in Windhoek gebraut. Interessanter Weise prangt mehrfach der Hinweis auf der Dose, dass das Bier Pure Reinheitsgebot Beer sei. Ob das an der deutschen Kolonialvergangenheit liegt oder ob es tatsächlich Brauereien außerhalb Deutschlands gibt, die sich diese Beschränkung freiwillig auferlegen, kann ich nicht sagen. Nichtsdestotrotz freue ich mich immer wie ein kleine Kind über Biere, die man nicht an jeder Ecke oder in jedem Onlineshop kaufen kann. Daher frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk.

Tafel LagerDie 440ml Dose ist in Gold- und Rottönen gestaltet. Der Nacken ist mit dem Spruch “Namibia’s Finest” verziert. Da bin ich ja mal gespannt, ob das nur Marketinggeschwafel ist. Also ab in’s Glas. Das Tafel Lager ist von goldgelber Farbe mit mittlerer Verperlung. Es bildet viel feinen, weißen Schaum, der sich einige Zeit hält. Es riecht angenehm hopfig mit einer grasigen Note.

Im Antrunk ist es recht rezent mit angenehmer Säure. Die Kohlensäure macht sich im Mundgefühl nicht mehr so stark bemerkbar, finde ich für ein Lager aber auch gar nicht so schlimm. Die Textur ist eher wässrig, was zum schmalen, dezenten Körper mit einer feinen würzigen Note passt. Der Körper mündet recht schnell in einem langen Abgang mit angenehmer, nicht übertriebener Bittere.

Die Dose verspricht “Superior Taste”. Ganz so royal würde ich den Geschmack jetzt nicht beschreiben, aber für ein Lager finde ich es sehr schmackhaft. Vielleicht würde ein etwas spritzigeres Mundgefühl dem Bier noch besser stehen, aber da sind wir schon wieder bei den persönlichen Vorlieben. Alles in allem also ein leckeres Bier, dass man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn sich einem die Gelegenheit bietet, einer Dose habhaft zu werden. Was allerdings nicht so einfach der Fall sein sollte, wenn man nicht jemanden kennt, der nach Namibia fährt. Vielen Dank daher an meine Kollegin für das schöne Mitbringsel.

Was schreiben die Anderen: Nix!